2012 mit “Gottes Segen”

Europäischer Kartellverband am 31. Dezember 2011

Das EKV-Präsidium wünscht allen Kartellgeschwistern im EKV ein gesegnetes Neues Jahr 2012 und freut sich auf viele Begegnungen, interessanten Projekte und gemeinsame Veranstaltungen im kommenden Jahr. Besonders möchten wir auf unsere EKV Studienexkursion nach Siebenbürgen im August 2012 aufmerksam machen. Anmeldungen für die Studienexkursion können bereits an office@ekv.info erfolgen. Außerdem sollen im neuen Jahr wieder die EKV Aktiventage  in Brüssel (voraussichtlich im Juni 2012) stattfinden.

Das ausklingende alte Jahr 2011 und der Jahreswechsel zum neuen Jahr 2012 bieten immer wieder die Möglichkeit des Rückblicks und des Vorausschauens. In dieser Tradition stehen im deutschsprachigen Raum in den christlichen Kirchen Neujahrspredigten, Jahreslosungen und Ansprachen. Der Papst, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel und die Evanglische Kirche Deutschlands (EKD) nutzen den 1. Jänner um ihre Neujahrsbotschaften an die Gläubigen zu richten. In der katholischen Kirche begeht man zu Neujahr neben dem Hochfest der Gottesmutter Maria auch den Weltfriedenstag mit der tradtionellen Friedensbotschaft des Heiligen Vaters in dessen Kern er dieses Jahr hinweist: “Nicht die Ideologien retten die Welt, sondern allein die Hinwendung zum lebendigen Gott, der unser Schöpfer, der Garant unserer Freiheit, der Garant des wirklich Guten und Wahren ist …”.

Botschaft Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstages 2012

Weihnachtsbotschaft Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios I.

Neujahrsbotschaft des Vorsitzenden der EKD Präses Nikolaus Schneider

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“Gott ist Mensch geworden …”

Gerhard Labschütz am 24. Dezember 2011

„Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit,“ so wird die Geburt Jesus Christus im Johannes Prolog (Joh 1, 9-14) als Menschwerdung des Gottessohnes verkündigt.

Das EKV-Präsidium wünscht allen Kartellbrüdern und -schwestern im EKV ein gnadenbringendes Weihnachtsfest mit ihren Lieben, ihren Familien, Freunden und Bekannten. In der Schriftlesung des Johannes Evangeliums soll uns gerade mit dem Heiligen Abend und in der am Christtag beginnenden Weihnachtsoktav bewusst werden, dass die Geburt des Sohns Gottes, nach paulinischer Theologie “den Menschen gleich werden”, uns die Heilstat Gottes vor Augen geführt wird, nämlich die gesamte Sendung des Messias zur Erlösung der Menschen.

Wir wünschen in diesem Sinne Gottes Segen und der Friede des Herren sei mit Euch allen, den heute “ist Gott Mensch geworden”.

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Thomastag in Nürnberg

Europäischer Kartellverband am 21. Dezember 2011

“Alte Noris, fest dich gürten“ – das Thomastag-Lied von Kbr. Willi Wach (CV)

Kalt ist es. Eiskalt. Und eindeutig zu früh. Zu früh, zumindest für jeden ordentlichen Farbstudenten. Sollte man jedenfalls meinen. Trotzdem sind dutzende Mützenträger am Bahnhof Nürnberg. Manche tapsen verkatert aus der Bahnhofshalle, andere wiederum schreiten aufrechten Ganges, zeigen stolz ihre Farben. Einige begrüßen sich überschwänglich, andere wiederum sehen sich kaum gegenseitig an. Es ist Freitagvormittag, Beginn des vierten Adventwochenendes. Die Feier des Thomastags beginnt.

Der Thomastag war bis 1970 der 21. Dezember. Dann wurde er durch die Einführung des Römischen Kalenders in den Juli verlegt, um den besinnlichen Charakter der abschließenden Adventwoche nicht zu stören. Immerhin war vor allem die Thomasnacht, also die Wintersonnenwende, mit den unterschiedlichsten Bräuchen und Aberglauben verbunden. Und viele davon waren nicht wirklich mit der stillen Zeit vereinbar.

Wie in jedem Jahr strömen Couleurstudenten aus allen Richtungen und allen Lagern nach Nürnberg. Noris, wie die Einheimischen ihre Stadt liebevoll nennen, liegt im Vorweihnachtsfieber. Der berühmte “Christkindlesmarkt” quillt wie immer über von Touristen. Eine unüberschaubare Menge an Verkaufsbuden. Jede zweite scheint entweder Glühwein oder die typischen Nürnberger Rostbratwürste zu verkaufen. „Drei im Weggla!“ hört man immer wieder jemanden rufen.

Der Christkindlesmarkt, einer der berühmtesten und ältesten Weihnachtsmärkte der Welt,  ist nachweislich schon annähernd 400 Jahre alt. Und seit es im Umfeld von Nürnberg Universitäten gab, strömten deren Studenten an diesem Wochenende in die Noris, bevor sie ihre Reisen nach Hause antraten. Sie erledigten am Markt ihre Weihnachtseinkäufe und feierten die Thomasnacht gemeinsam mit der Bevölkerung.

Inzwischen ist es Abend. Immer mehr Farbenträger ziehen zum „Bermudadreieck“. Man lüftet den Deckel, wenn man einen anderen in Couleur sieht. Auch wenn dieser gerade aus einem der Etablissements an der Frauentormauer kommt, die zu diesem Ziel führt. Manche Ältere grinsend, Jüngere zumeist mit hochrotem Kopf. „Die Schlagenden bekommen hier oft ihren Fuchsenstich“, raunt ein Münchner einem Fuchsen grinsend zu. Höflich, aber distanziert grüßt man, denn alle Arten von Verbindungen sind hier am Thomastag.

Am Ende der Gasse liegt das sogenannte Bermudadreieck. Drei Türme in der Stadtmauer, umschlossen von einem gemeinsamen Innenhof. In jedem der drei Türme eine andere Studentenverbindung. Die nicht-schlagende Verbindung Technischer Club Nürnberg, je eine aus CV und Schwarzburgbund. Am Thomastag gilt Burgfrieden. Das bedeutet, dass grundsätzlich jeder überall eingelassen wird, solange man sich in einem gewissen Rahmen zu benehmen weiß. Beinahe jeder Couleurstudent, der zum Thomastag kommt, landet irgendwann hier.

„Alles in den ersten Stock, zur traditionellen Spontankneipe!“ ruft ein Fuchs der K.D.St.V. Ostmark im CV. Seit etwa dreißig Jahren sei es hier Tradition, eine Spontankneipe am Freitagabend zu feiern, erklärt der Aktive Thomas Reinfelder. Der Ostmärker wurde selbst 2001 am Thomastag rezipiert. Vor einigen Jahren hat der Betriebswirt den Kommers seines Verbandes selbst geschlagen. Eine größere Gruppe auf der Kneipe bedauert, keine Karten für den Kommers bekommen zu haben.  Leider ist der schon seit Wochen ausverkauft. Aber es gibt ja genügend andere Veranstaltungen von christlichen Studentenverbindungen und Verbänden. Also wird kurzerhand beschlossen, gemeinsam den Schwarzburgbund-Kommers zu besuchen.

Beinahe alle größeren Verbände, die im Süddeutschen Raum vertreten sind, feiern am Samstag einen Kommers. Dazu kommt noch eine Reihe von Kneipen in unterschiedlichen Lokalen. Diese Kneipen veranstalten vor allem die älteren schlagenden Verbindungen. Ganz Nürnberg ist damit an diesem Abend von Korporierten bevölkert. Es wirkt wie eine Mischung aus C.V./CVV des CV und ÖCV, Pennälertag des MKV und Schweizer Zentralfest zugleich. Ein regelrechtes Familientreffen für den gesamten EKV.

„Der SB-Kommers hat einen Vorteil“, grinst der CVer Alexander Gottwald verschwörerisch. Lachend setzt der Jurist nach: „Er ist fast genau wie unsere Kommerse, aber wir können uns darüber lustig machen, wenn uns etwas nicht gefällt!“ Ein wahres Wort, die Stimmung unter den zahlreich anwesenden Farbstudenten ist hervorragend und zahlreich sind sie. So zahlreich, dass sogar der Bundesvorsitzende des Schwarzburgbundes, Wolfram Goller, besonders betont, wie sehr er sich über den Besuch der vielen Farbengeschwister aus anderen Verbänden freue. Besonders begrüßt er aber den ebenfalls anwesenden EKV-Präsidenten Gerhard Labschütz, der die Grüße des Verbandes übermittelt. Seine Worte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen christlichen Verbindungen ist, finden großen Anklang bei der SB-Veranstaltung.

Am Sonntag folgt dann der eigentliche Zentralpunkt des Thomastages. Der gemeinsame Farbenbummel durch Nürnberg, bevor man gemeinsam Gottesdienst feiert, oder nach Hause fährt. Wieder ist es kalt. Und wieder ist es viel zu früh für einen ordentlichen Farbstudenten. Trotzdem ziehen tausende Korporierte gemeinsam durch die Nürnberger Altstadt. Ein beeindruckendes Bild in der eigentlich allein schon durch Touristen überfüllten Altstadt. Ein Straßenmusiker spielt zur Freude der Teilnehmer Studentenlieder. Aktive und Philister zeigen stolz ihre Farben, während kleine Grüppchen von Demonstranten gegen die Veranstaltung protestieren. Auch das gehört zum Thomastag.

von Arno Cincelli, basierend auf einem Artikel für die Academia (12/2011)

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Fackelzug gegen Christenverfolgung

Europäischer Kartellverband am 6. Dezember 2011

Die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“, in welcher die EKV-Verbände MKV, ÖCV, KÖL, VCS und VfM aktiv mitwirken, veranstaltete anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 05.12.2012 erneut einen Fackelzug gegen Christenverfolgung. Ungefähr 350 Menschen, darunter mehrheitlich Couleurstudenten und -studentinnen, nahmen an diesem Aktionstag und dem Fackelzug in Wien teil.

Gleiche Rechte und die vollständige Glaubens- und Gewissensfreiheit für verfolgte Christen in aller Welt haben Vertreter der österreichischen Plattform “Solidarität mit verfolgten Christen” eingemahnt. Ein Drittel der Weltbevölkerung genieße keine umfassende Religionsfreiheit, sagte der Präsident der Stiftung “Pro Oriente”, Prof. Dr. Hans Marte (ÖCV), aus Anlass des Aktionstags.  Die 24 Organisationen umfassende Plattform, organisierten den Fackelzug, welcher von der Staatsoper über die Kärnterstraße bis zum Stephansplatz führte und einen anschließenden ökumenischen Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Franz Scharl (MKV, ÖCV), dem syrisch-orthodoxen Chorbischof Dr. Emmanuel Aydin und dem rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Dr. Nicolae Dura, welcher Vorsitzdender des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich ist. Bei den Stationen Oper, Malteserkirche und Stephansplatz hielten viele Passanten und Touristen inne, um mehr über aktuelle beispielhafte Christenverfolgungen in Ägypten, Nordsudan oder China zu erfahren.

Der Aktionstag soll die Öffentlichkeit auf die “eskalierende Verfolgung von Christen weltweit” aufmerksam machen und Politiker wie alle “Menschen guten Willens” dazu aufrufen, sich verstärkt für den Kampf gegen die “größte Christenverfolgung der Neuzeit” einzusetzen. Trotz der Tatsache, dass weltweit rund 250 Millionen Christen Diskriminierungen ausgesetzt sind, und unter ihnen rund 100 Millionen wegen ihres Glaubens mit Gewalt verfolgt werden, findet dieses Thema in der Öffentlichkeit kaum Beachtung. “Das Engagement der christlichen Couleurstudenten und ihrer Verbände ist essentiell um in der Öffentlichkeit und den Medien auf die Thematik aufmerksam zu machen, die Politiker und Verantwortungsträger in den eigenen Reihen zum handeln aufzuforden und alle eigenen Mitglieder dafür zu sensibilisieren”, betonte der EKV-Präsident Gerhard Labschütz.

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10 Jahre Sonntags-Allianz

Europäischer Kartellverband am 25. Oktober 2011

Die Allianz für den freien Sonntag Österreich feierte vergangene Woche im Rahmen eines Festaktes im Österreichischen Parlament ihr zehnjähriges Bestehen, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer übernahm den Ehrenschutz. Die im Jahr 2001 gegründete Bewegung ist heute erfolgreicher, als je zuvor und genießt breite Unterstützung der Kirchen, der Gewerkschaften, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft, nicht zuletzt auch als Bewahrerin von Zeitwohlstand und Lebensqualität. Der Europäische Kartellverband (EKV) ist seit über einem Jahr Mitglied der österreichischen und der deutschen Allianz. Vor dem Sommer durfte der EKV auch bei der Gründung der „European Sunday Alliance“ mitwirken.

10 Jahre Allianz für den freien Sonntag in Österreich, 350 Vertreter von mehr als 50 Organisationen, darunter auch ca. 25 Couleurstudenten/innen aus den Mitgliedsverbänden des EKV. „Ganz offensichtlich ist dieses Engagement mehrheitsfähig.“, so der kirchliche Sprecher der Allianz, der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz, der die Notwendigkeit und die Aktualität des Themas hervorhob. „Die Menschen verstehen gut, was sie am freien Sonntag haben – eine verlässliche Ruheinsel 52 mal im Jahr, ohne diesen Tag jedes Mal aushandeln zu müssen“.

Der Gastgeber im Plenarsaal des Österreichischen Parlaments, der zweite Nationalratspräsident Kartellbruder Fritz Neugebauer (MKV), sagte in seiner Begrüßungsrede, dass der freie Sonntag das älteste Sozialgesetz und eine große soziale Errungenschaft der christlich-jüdischen Tradition sei.

EKV Präsident Gerhard Labschütz möchte die Unterstützung der Allianzen in ihrer Arbeit  für den Sonntagsschutz ausbauen und betonte: “Der Sonntag ist für die konfessionellen Studentenverbände Kristallisationspunkt bzw. -tag ihres Glaubens und Ausdruck unserer christlich-religiösen Wurzeln in Europa, daher müssen sich auch die farbtragenden christlichen Studenten und Akademiker weiterhin für den Sonntag einsetzen.”

Der humane, religiöse und gesellschaftliche Wert des Sonntags ist nicht nur schützenswert, sondern auch als Garant von Zeitwohlstand und Lebensqualität anzusehen. Die Wichtigkeit dieser Tatsache widerspiegelt sich auch deutlich im Zulauf der Mitgliedsorganisationen in den letzten 10 Jahren und den Erfolgen bei den Gründungen von anderen Länderallianzen in Deutschland, Slowakei, Polen, Schweiz etc. etc. etc.

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5129 km/19 Tage/1 Ziel WELTJUGENDTAG in Madrid

Europäischer Kartellverband am 27. September 2011

Nachdem der Papstbesuch in Deutschland, an dessen Stationen viele Couleurstudenten teilgenommen haben, bereits wieder sein Ende gefunden hat, freuen wir uns einen Erlebnisbericht einer kleinen Gruppe von Couleurstudenten von einem anderen katholischen Großevent, dem diesjährigen Weltjugendtag in Madrid, zu veröffentlichen.

„Mit dem Zug per Interrail?“ „Fliegen?“„oder sollen wir‘s doch mit dem Auto versuchen?“ so etwa waren unsere ersten Gedanken, als wir vor einem Jahr das erste Mal über das „Projekt Weltjugendtag Madrid“ sprachen. Wir hatten schon die Weltjugendtage 2005 in Köln und 2008 in Sydney miterlebt und wollten auch Madrid 2011 nicht versäumen. Aus diesem Grund, und weil keine der diözesanen Reisegruppen ein für uns passendes Reiseprogramm anbot, fingen wir an, unsere eigene Reise von Couleurstudenten für Couleurstudenten nach Madrid zu planen.

Aus einem kleinen Ausflug wurden schließlich eine Reisegruppe und eine Veranstaltung der ÖCV-Bildungsakademie mit den besten Wünschen des EKV-Präsidiums. Als wir schließlich die ersten Gepäckstücke in unserem VW Transporter verladen haben, hatten wir eine Strecke von über 5000 Kilometern geplant, deren großes Ziel der Weltjugendtag “Jornada Mundial de la Juventud” in Madrid vom 19. bis zum 21. August 2011 sein sollte. Zuvor stand noch eine Woche in Taizé, in Burgund (Frankreich) am Programm, wo die Communauté de Taizé, eine ökumenische Gemeinschaft, die von Freré Roger Schütz gegründet wurde, schon seit mehr als 50 Jahren Jugendtreffen veranstaltet. Wir verbrachten also die erste Nacht im Bus und kamen an einem Sonntag gegen 07:30 Uhr in Taizé an. Nachdem die Zelte aufgebaut und das erste Frühstück gegessen waren, begann das Programm und eine Woche voller interessanter Begegnungen mit gläubigen, christlichen, spirituell suchenden, interessierten Jugendlichen.

Nach dieser ersten Woche der “geistlichen Orientierung” in Taizé ging es über einen Zwischenstopp auf einem Campingplatz bei Barcelona schließlich weiter nach Madrid, wo das aus Köln bekannte „Weltjugendtags-Chaos“ – Volunteers, die kein Wort Englisch reden oder Verantwortliche, die einen quer durch die halbe Stadt schicken – schon auf uns wartete. Dies tat unserer Vorfreude jedoch keinen Abbruch und nach einem halben Tag war auch diese Hürde gemeistert. Wir bezogen unser Quartier und verbrachten den folgenden Dienstag mit ersten Stadtbesichtigungen. Am Abend fand die Eröffnungsmesse, das erste Großereignis statt und somit begann der Weltjugendtag 2011, welcher das Bibelwort „In Ihm verwurzelt und auf Ihn gegründet, fest im Glauben“ (Kol 2,7) als Motto in den Mittelpunkt stellte.

Ab Mittwoch begann das offizielle WJT-Programm – Katechesen am Vormittag, Freizeit am Nachmittag und eine Großveranstaltung am Abend. So hörten wir Vorträge von Bischof Gregor Maria Hanke (CV) aus Eichstätt, Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn (MKV, ÖCV) aus Wien und Erzbischof Paul Josef Kardinal Cordes (CV), dem emeritieren Präsidenten des Päpstlichen Rates „Cor Unum“. An den Nachmittagen besichtigen wir Madrid und natürlich durfte auch ein Besuch in der Kunstsammlung des Museo Nacional del Prado nicht fehlen. Die Abende waren geprägt von einem Österreicher-Treffen, der Willkommens-Veranstaltung für den Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. und einer Kreuzwegandacht.

Zum Höhepunkt des Weltjugendtags brachen wir am Samstagvormittag zum Flughafen Madrid auf, wo die große Abschlussmesse mit Seiner Heiligkeit stattfinden sollte. Gemeinsam mit 1,4 MillionenJugendlichen zogen wir auf das Flugfeld, das für diesen Anlass gesperrt worden war. Nachdem wir unseren Platz gefunden – und erfolgreich verteidigt – hatten, begann die Übertragung von der Anreise des Papstes, der schließlich auch das Flughafen-Gelände erreichte und mit den Teilnehmern des WJT eine Abendandacht feierte. Obwohl es den ganzen Tag – wie auch schon die gesamte Woche – sehr heiß gewesen war, bekamen wir nun eine ganz besondere Abkühlung zu spüren, als es während der Abendandacht plötzlich zu regnen begann. Erstaunlicher Weise tat dies der exzellenten Stimmung keinen Abbruch, sie wurde fast noch besser, als spanische Pilger den Regen mit Gesängen wie „We want water!“ begrüßten. Nach etwa einer halben Stunde hörte der Regen wieder auf, die Pilger krochen unter ihren Schlafsäcken, Unterlagsmatten oder anderem improvisierten Regenschutz hervor und die Abendandacht wurde fortgesetzt. Die Nacht verbrachten wir anschließend unter freiem Himmel und am nächsten Tag fand die Abschlussmesse statt.

Bevor wir einige Tage später wieder zu Hause ankommen sollten, legten wir noch einen Zwischenstopp in Barcelona und einen weiteren in Pavia bei Mailand ein, wo wir am Grab des Hl. Augustinus Eucharistie feierten und die Stadt besichtigten. Nach der Rückkehr waren wir zwar alle sehr erschöpft, aber um die wunderbare Erfahrung reicher, ein solchen Großereignisses mit so vielen jungen Menschen miterlebt zu haben, deren einziges Thema und Interesse in diesen Tagen „Christus“ ist.

Den Bericht haben die Organisatoren Bertram Rützler und MMag. H. Petrus Stockinger CanReg (beide MKV, ÖCV) verfasst. Das EKV-Präsidium dankt für die Bereitschaft die Reise zu organisieren.

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Papst Benedikt in Deutschland

Gerhard Labschütz am 21. September 2011

Eine Apostolische Reise unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft!“ führt Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in den kommenden Tagen vom 22. bis 25. September 2011 nach Deutschland, wo er die Erzbistümer Berlin und Freiburg und das Bistum Erfurt besuchen wird. Große Freude empfinden die katholischen Studentenverbände Deutschlands über die dritte Heimatreise des Pontifex besonders aufgrund seiner innigen, jahrzehntelangen Beziehung zum konfessionellen Couleurstudententum als Mitglied und Ehrenmitglied mehrerer Verbindungen im KV und im CV.

Die Papstreise ist verbunden mit der Hoffnung auf „klare Botschaften“ an die krisengeschüttelte und mit hohem Vertrauensverlust konfrontierten Kirche in Deutschland betont die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) in einer Aussendung. Der AGV gehören die deutschen EKV-Mitglieds-verbände CV, KV, UV, RKDB und TCV an, welche auch im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vertreten ist. Das Programm des Besuchs ist sehr umfangreich, besonderes Augenmerk richten die Studentenverbände auch auf die Rede des Kirchenoberhaupts vor dem Deutschen Bundestag und dem Vorhaben von SPD, Linke und Grüne von dieser fernzubleiben, obwohl eine offizielle Einladung an ihn erfolgt ist. Dieser Boykott ist peinlicher Aktionismus, der allenfalls Unverständnis hervorruft und auch vom EKV-Präsidium äußerst kritisch gesehen wird. Papst Benedikt XVI. sieht es im Sinne des Mottos seines Besuches als Aufgabe unserer Zeit „Wege zu suchen, den christlichen Glauben überzeugt und überzeugend, unaufdringlich, aber selbstbewusst in Politik und Gesellschaft, in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zur Geltung zu bringen“.

Neben dem Auftreten der katholischen Studentenvereinigungen bei den Gottesdiensten finden natürlich auch couleurstudentische Veranstaltungen in Berlin, Erfurt und Freiburg anlässlich des Papstbesuches statt. Außerdem stehen auf jeden Fall in Freiburg die Verbindungshäuser als Ankunftsstellen und Info-Points offen (nähere Informationen auf den Homepages der Verbindungen und Verbände).

Alle wichtigen und notwendigen Informationen zum Papstbesuch in Deutschland sind auf den Web-Seiten der Verbände bzw. Verbindungen zu finden und unter www.papst-in-deutschland.de.

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… zum Zentralfest 2011 in Sursee

Gerhard Labschütz am 25. August 2011

Das alljährliche Sommer-Top-Event des europäischen Couleurstudententum ist sicherlich das traditionell Ende August stattfindende Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins (Schw. StV). Am kommenden Wochenende laden der StV und das ansässige Ortskomitee  alle StVer und christlichen Couleurstudenten aus ganz Europa in die Stadt Sursee im Kanton Luzern. Das kleine Städtchen richtet bereits zum 12. Mal in der mehr als 160jährigen Tradition der Zentralfeste (erstmals 1864) dieses große Familienfest des StV aus.

Auf der diesjährigen 165. Fête centrale werden sich wieder Jung und Alt aus den Reihen des StV in erster Linie zur den Generalversammlungen der Aktivitas und Altherrenschaft zusammenfinden. Viele wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel der ”Wissenschaftliche Anlass” mit dem bekannten Theologen und Kirchenkritiker Kbr. Prof. Dr. Hans Küng zum Thema “Wenn Sie anderswo geboren wären …” oder die Kombination mit der Surseer New Orleans Night unter dem Motto “Jazz meets Studentenfest” aber im besonderen das Zusammenkommen, Wiedersehen und Beisammensein vieler Couleurstudenten liefern den gemütlichen Flair und das Rahmenprogramm dieses Festes.

Die emotionalen Höhepunkte des Zentralfest sind sicherlich der Fackelzug, die anschließende Brandrede und die hochtraditionelle Kandidatenaufnahme (jeder StVer wird persönlich vom Zentralpräsidenten in den StV aufgenommen und erhält das offizielle dreifärbige Burschenband des StV) sowie der sonntägliche Festgottesdienst und schließlich die Cortège (Umzug) mit Chargierten zu Fuß, Pferd, Kutsche, Oldtimer oder manchmal sogar Kuh.

“Das Zentralfest ist ein großes Familien- und Freundesfest …” betont EKV-Präsident Gerhard Labschütz auch dieses Jahr und freut sich bereits auf den Besuch in Sursee um wieder einmal in diese besondere Stimmung des gelebten Couleurstudententums eintauchen zu können. Es ist schwer dieses ausgelassene Fest und alle seine Höhepunkte zu umschreiben, man muss es erlebt haben.

Weitere Informationen auf der Homepage des Zentralfestes 2011.

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Sommerliche Übergaben

Gerhard Labschütz am 28. Juli 2011

 

Die Sommermonate Juli und August sind nicht nur die klassischen Urlaubsmonate sondern auch in zwei deutschen EKV-Mitgliedsverbände Anlass für farbstudentische Veranstaltungen. Sowohl im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) und im Verband der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS werden am kommenden 30/31. Juli 2011 die traditionellen Vorortsübergaben stattfinden.

Im CV wird rechtzeitig mit Beginn des neuen Amtsjahres die CV-Standarte von Ruhr nach Freiburg wechseln. Der CV-Vorortspräsident Jan-Arnulf Breiderhoff wird auf einem feierlichen Festkommers im Haus der Begegnung in Ulm seinem Nachfolger Ramon Valentino Mann die Amtsgeschäfte übergeben. Im UNITAS-Verband findet die Vorortsübergabe im Schloss Borbeck in Essen gemeinsam mit den Feierlichkeiten rund um das 100jährige Bestehen der Vorortskooperation Unitas Ruhrania statt. Der neue Vorortspräsident Kilian Schmitz wird aus den Händen seines Vorgängers Sebastian Sasse die Standarte für die Unitas Franko-Saxonia in Marburg übernehmen. Am feierlichen Festkommers wird der UVer und Mitglied zum Europäischen Parlament  Martin Kastler die Festrede zum Thema “Die christlichen Wurzeln der europäischen Vereinigung” halten.

Das EKV-Präsidium dankt den scheidenden Vororten im CV und UV, vor allem dem beiden Vorortspräsidenten und ihren Team-Mitarbeitern für ihre Bereitschaft und ihr Engagement im letzten Studienjahr, für die Projekte und Initiativen, die sie umsetzen konnten und schließlich für die Zusammenarbeit und Freundschaft auf der europäischen Ebene im EKV.

Infos Vorortsübergabe UV

Infos Vorortsübergabe CV

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“Letzter Weg” Habsburgs

Gerhard Labschütz am 8. Juli 2011

Die Beileidsbekundung des EKV nach dem Tode S.K.K.H. Otto von Habsburg am vergangenen Montag und die explizite couleurstudentische Würdigung seiner Person, als Ehrenmitglied und Schirmherr vieler Verbindungen in KÖL, ÖCV, MKV, CV und ÖKV auf dieser Homepage, hat besonders hohes Interesse und Nachfrage in allen Mitgliedsverbänden (nicht nur in Österreich) hervorgerufen. Es ist daher erwünscht  und   naheliegend auf der EKV-Homepage auch über den Ablauf der Trauerfeierlichkeiten für unseren Kartellbruder Dr. Otto von Habsburg aus couleurstudentischer Sicht Auskunft zu geben.

Die couleurstudentische Detailplanung erfolgt dankenswerter Weise durch den Akademischen Bund Katholisch-Österreichischer Landsmannschaften (KÖL) in Absprache mit dem Büro von Otto von Habsburg.

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